Triops lebten bereits vor 220 Millionen Jahren und sind damit die älteste noch lebende Tierart






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Welches Wasser soll ich benutzen?

Destilliertes Wasser

Pauschal lässt sich sagen:

Zur Aufzucht weiches Wasser wie Destilliertes Wasser, sauberes Regenwasser (nicht aus der Stadt und nicht den Regen nach einer langen Trockenphase), Volvic - Mineralwasser ohne Kohlensäure, oder weiches Leitungswasser. Auch ein Mix aus ca. 70% Destilliertem Wasser und 30% Mineralwasser haben sich des öfteren bewährt.

Im Hauptbecken ist nur darauf zu achten, dass das Wasser sauber ist und keine Schadstoffe enthalten sind. Ansonsten müsste jedes Leitungswasser geeignet sein.

Doch es sollte nicht zu stark von den Wasserwerten im Aufzuchtbecken abweichen, da sonst die Umgewöhnung mehr Zeit in Anspruch nimmt und die Triops unnötigen Stress ausgesetzt sind.


Ausführlich zum Thema Wasser:

Das Thema über das richtige Wasser zur Triopszucht ist ein viel diskutiertes, wo die Meinungen auch oft weit auseinander gehen.
Zunächst muss man allerdings zwischen dem Wasser im Aufzuchtbecken und dem im Hauptbecken, wo die Triops später hineingesetzt werden, unterscheiden.
Das wichtigste ist das Wasser im Aufzuchtbecken, also dort, wo die Triops aus ihren Dauereiern schlüpfen und die heiklen ersten Tage überstehen müssen.

Schauen wir zunächst einmal in die Natur, wie die Triops dort schlüpfen.
Die Eier liegen im Sand oder in der Erde vergraben und wenn es jetzt regnet und es bildet sich eine Pfütze oder ein Überschwemmungsgebiet, werden die Eier zum Schlupf angeregt.
Also erschließt sich daraus, dass wir so etwas ähnliches wie Regenwasser brauchen.

Regenwasser hat so gut wie keine Inhaltsstoffe, wie Salze, und hat somit keine Gesamthärte oder Karbonathärte. Der PH - Wert ist meist leicht sauer, da CO2 aus der Luft aufgenommen wird und es entsteht Kohlensäure (muss uns aber nicht interessieren).

In den ersten Tagen nach dem großem Regen bleiben diese Werte auch so ähnlich.
Im Laufe der Zeit lösen sich allerdings die Mineralien (Salze) aus dem Boden und das Wasser, in dem die Triops leben wird immer härter.
Wir wissen jetzt also schon einmal, dass im Aufzuchtbecken ein ziemlich weiches und Nährstoffarmes Wasser verwendet werden sollte.
Außerdem ist jetzt verständlich, warum man für das Hauptbecken für die größeren Triops nicht mehr stark auf die Härte des Wassers achten muss.

Aufzuchtbecken:

Viele benutzen aufbereitetes Leitungswasser und andere schwören auf stille Mineralwasser, destilliertes Wasser oder die perfekte Mischung aus diesen beiden oder anderen Flüssigkeiten.

Fakt ist: Mit den meisten dieser Wasser funktioniert es.

Man muss nur ein paar Grundregeln beachten:

  1. Das Wasser darf nicht zu hart sein, das bedeutet, wenn ihr Leitungswasser verwenden wollt, darf die Gesamthärte und die Karbonathärte nicht zu hoch sein (also wenig Kalk sollte euer Wasser haben). Ich würde eine Gesamthärte von mehr als 5 GdH (Grad deutscher Härte) nicht überschreiten.
  1. Auf keinen Fall sollten Nitrit/Nitrat, Ammoniak, Kupfer oder andere Schadstoffe enthalten sein. Auch zu viel Phosphat, das z.B. bei der Verwesung von Insekten oder Futter im Wasser entsteht ist nicht gut. Das Aufzuchtbecken sollte also gründlich vor der Benutzung gründlich ausgewaschen werden, um Schadstoffe oder Putzmittel hinauszuwaschen. Hierfür auf keinen Fall Wasser mit Putzmittel benutzen. Nur blankes Wasser zum Auswaschen! Salz darf auch auf keinen Fall in das Becken gelangen! Mineralwasser mit Kohlensäure ist für Triops Tödlich, da viel zu sauer! Es darf auch nicht in dem Zimmer, wo die Triopse angesetzt und gehalten werden, geraucht werden!
  1. Im Aufzuchtbecken darf sich noch keine Einrichtung befinden und auch auf einen Filter sollte verzichtet werden, da er die kleinen Larven einsaugen kann. Auf Sand ist, außer dem Sand, der sich im Ansatz befindet, komplett im Aufzuchtbecken zu verzichten, da die Gefahr von zu viel Schwebstoffen und Schadstoffen zu groß ist.
  1. In den ersten 2 - 3 Tagen darf noch nicht gefüttert werden, da die kleinen Nauplien noch kein festes Futter zu sich nehmen können und das Futter im Becken vergammeln würde und dadurch das Wasser im kleinen Aufzuchtbecken schnell zum "Umkippen" bringen kann.
  1. Fängt das Wasser an zu stinken oder wird trüb und es liegen Futterreste auf dem Boden, sofort Wasser wechseln und Futterreste absaugen.

Ich persönlich empfehle als Ansatzwasser:

  • Destilliertes Wasser aus dem Baumarkt oder Drogerie
  • Regenwasser, wenn es nicht aus einer Großstadt kommt und nicht aus dem ersten Regen seit langer Zeit, da darin zu viele Schadstoffe von Industrie und Autos... enthalten wären.
  • Entsalztes Wasser, was durch eine Osmoseanlage gelaufen ist. Dieses bekommt man evtl. auch in der Zoohandlung.
  • Weiches Leitungswasser 

Man kann diese genannten Wasser, bevor man sie benutzt, zur Sicherheit abkochen.

Außerdem könnte man es noch mit Wasseraufbereiter versehen, was meiner Meinung nach aber nicht notwendig ist. Es empfiehlt sich allerdings bei Leitungswasser.

Hauptbecken:

Wie oben schon erwähnt muss man im Hauptbecken nicht mehr so penibel auf die Wasserwerte, wie Gesamthärte, Karbonathärte und PH - Wert, achten.

Auf Nitrit/Nitrat, Ammoniak und andere Schadstoffe muss aber auch hier stark geachtet werden.

Ein hoher Sauerstoffanteil und ein niedriger CO2-Anteil sind sehr von Vorteil.

Sauerstoff brauchen die Triops zum Atmen. CO2 entsteht meistens durch Verrottung von altem Futter oder durch Überbevölkerung im Becken. Umso mehr CO2 im Becken ist, umso weniger Sauerstoff steht den Triops zur Verfügung.

Um den Sauerstoffanteil zu erhöhen können Membranpumpen, die Luft in das Wasser pumpen benutzt werde.

Allerdings ist ein zu hoher CO2-Gehalt meist ein Anzeichen für zu viele Nährstoffe im Becken, wie Kot der Triops oder vergammeltes Futter. Also muss schleunigst ein Wasserwechsel erfolgen.

gh: 2 - 18 gdh

kh: 2 - 18

ph: 6 - 9


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