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Was ist die
Spritzentechnik?
Hierfür
benutzt man am besten eine Einwegspritze aus dem
Supermarkt, entfernt das Ende, füllt ein klein wenig Algenpulver
hinein, setzt
das Ende wieder auf und schiebt es bis ganz vorne, zieht bis zur Hälfte
Wasser
aus dem Aufzuchtbecken ein, hält einen Finger an die Spitze und zieht
nun,
damit ein Vakuum entsteht. So hält man es und schüttelt. Nun kann man
die
"Algenbrühe" tropfenweise ins Aufzuchtbecken füllen. Das gleiche ist
auch für getrocknete Mückenlarven gut anzuwenden, damit sie untergehen.
Was bedeutet
"gonochorisch" ?
Bei eigentlich allen Triops wird Autogamie
(Selbstbefruchtung) oder Jungfernzeugung (nicht genau bekannt was von
beiden)
betrieben, bei der sich das Weibchen ihre Eier selbst befruchtet. In
seltenen
Fällen kommt es allerdings vor, das ein Männlicher Triops schlüpft.
Dieser
befruchtet dann die Eier der Weibchen mit seiner DNA und dann legt das
Weibchen
Eier mit den Genen von beiden Tieren, so wie es bei den meisten
Lebewesen von
Statten geht.
Diesen Prozess nennt man Gonochorismus.
Es gibt eine Art, nämlich den Triops granarius, bei
dem die
Fortpflanzung fast ausschließlich gonochorisch statt findet.
Haben Triops
natürliche Feinde?
Triop kommen in Gewässern vor, die nur für kurze
Zeit
existieren. Deshalb leben dort keine Fische oder andere Krebstiere.
Dadurch
sind die Triops nicht durch diese gefährdet.
Allerdings können z.B. Vögel sich an ihnen
vergreifen, was
aber von Ort zu Ort unterschiedlich ist und den Bestand generell nicht
gefährdet.
Wie konnten
Triops so lange unverändert überleben?
Da sie sehr schnell wachsen und geschlechtsreif
werden,
haben Feinde, von denen es nicht viele gibt, nicht viel Zeit sie zu
fressen. Da
Triops an den unwirklichsten und extremsten Stellen der Erde vorkommen
sind
Fressfeinde grundsätzlich selten. Ihre perfekte Anpassung an ihren
Lebensraum
mit den Dauereiern und dem schnellen Wachstum macht sie zu
Überlebenskünstlern.
Die Dauereier überstehen wahrscheinlich weit über 30 Jahre bei
extremsten
Bedingungen und erwachen plötzlich, wenn sich Pfützen bilden, zum
Leben. Ein
weiterer wichtiger Punkt, der der Evolution entgegenwirkt, ist die
Selbstbefruchtung der Eier. Dadurch können keine Gene vermischt und
verändert
werden und die Triops klonen sich von Generation zu Generation. Es
findet
annähernd keine natürliche Selektion statt.
Schlüpfen die
Nauplien auch ohne Trockenphase?
Ja. Ich habe schon des öfteren beobachtet, wie
plötzlich in
einem Hauptbecken mit adulten Tieren ganz viele Nauplien aus deren
frisch
gelegten Eiern geschlüpft sind.
Und dies geschah ohne Trockenphase. Es ist also
durchaus
möglich, dass bei bestimmten Bedingungen, wie konstant hoher
Wasserstand, sich
ändernde Wassertemperaturen, anderer Sonneneifall usw. frisch gelegte
Eier
ohne, dass der Tümpel vorher austrocknet schlüpfen.
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