Triops lebten bereits vor 220 Millionen Jahren und sind damit die älteste noch lebende Tierart






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Lebensweise des Triops

Die älteste Tierart der Erde

Mithilfe der im Folgenden aufgeführten Voraussetzungen und Eigenschaften lebten Triops bereits mit den ersten Dinosauriern zusammen und sahen sie wieder aussterben, trotzten den Extrembedingungen, die die Dinos dahinrafften und leben jetzt genau wie vor 220 Millionen Jahren mit der gleichen Überlebensstrategie und dem selben Erscheinungsbild.

Der Triops lebt in temporären Gewässern, das bedeutet, dass diese Gewässer nur für kurze Zeit existieren. Diese entstehen in der Regel durch Regenfälle und Überschwemmungen.
(mehr zum Thema: Lebensraum)

In dem Sand- oder Erdboden befinden sich die Eier der Triops.



Unverwüstliche Dauereier
                                                         Triopseier:
Triops-Eier

Da die Triops in den Sand - oder Erdboden ihre Dauereier gelegt haben, die bis zu 30 Jahre oder sogar mehr überstehen und dabei problemlos mit kalten Wintern und heißen Sommern zurechtkommen und auch Stöße aushalten, können nun bei der nächsten Überschwemmung oder Pfützenbildung die Nauplien schlüpfen. Die Eier überstehen sogar Behandlungen in Flüssigem Stickstoff oder in Kochendem Wasser. Giftgase machen ihnen auch nichts aus.

Es ist den Eiern dabei egal, ob sie schon 1, 2 oder sogar 30 Jahre und mehr im Trockenen liegen, kommt Wasser auf die Eier schlüpfen sie, allerdings nicht alle.
Dadurch schützen sie sich vor zu schnell austrocknenden Wasserstellen.

Die Eier werden nur 0,6 - 1 mm groß und sind somit im Sand oder in der Erde kaum bis gar nicht zu erkennen.

Ein kurzes aber aktives Leben

Triops cancriformis

Kommt nun z.B. im Frühling der "große Regen" und überschwemmt die Triopseier, schlüpfen innerhalb weniger Stunden bis Tage ganz viele winzige ca. 1mm große Nauplien aus den Dauereiern.

Zum Thema "Nauplien" mit Bildern, hier: Nauplienstadien

In den ersten Tagen durchlaufen sie 4 Nauplienstadien und verdoppeln bis verdreifachen ihre Größe pro Tag. Nach 3 - 4 Tagen haben sie dann ihre endgültige Triopsform erreicht und werden bis zum 8. - 16. Tag geschlechtsreif. Sie haben jetzt schon eine beachtliche Größe von (je nach Art) 2 - 5 cm erreicht.

Zum Thema "der fertige Triops" mit Bildern, hier: Der fertige Triops

Ab jetzt wird nur noch gefressen, gewachsen und täglich bis zu 200 Eier pro Tier in den Boden vergraben.

Nach 6 - 14 Wochen haben die Triops ihr endgültiges Alter erreicht und sind nun (je nach Art) bis zu 14 cm groß geworden, solange ihr Gewässer nicht schon vorher ausgetrocknet ist.

Ein Video von mir von "Triops cancriformis", einer Art, die auch in Deutschland heimisch ist:

( Die Tiere wurden nach dem Videodreh natürlich wieder in ein großes Becken umgesetzt)


Selbst ist die Frau

Da bei den meisten Triopsarten männliche Tiere so gut wie gar nicht vorkommen, müssen Triops eine Jungfernzeugung betreiben. Dies geschieht, indem die Weibchen ihre Erbsubstanz kopieren und in den Dauereiern speichern. Sie klonen sich sozusagen selbst. Bei Arten, wie dem Triops granarius liegt der Männchen-anteil jedoch bei 40 %, da sich diese Art geschlechtlich fortpflanzen muss.

Ganz selten kommt es vor, dass bei "Triops longicaudatus" ein Männchen dabei ist, allerdings hatte ich das Glück und konnte sogar 2 Triops bei der Paarung filmen:




Für jede Größe eine neue Haut

Triops-Haut

Um in das nächste Stadium der Entwicklung zu gelangen und um größer zu werden, müssen die Triops sich ständig häuten, da ihre Chitinhülle nicht mitwachsen kann.

In den ersten Tagen häuten sie sich 1 - 2 mal pro Tag, das wird aber von Tag zu Tag weniger. Das gleiche Prinzip benutzen auch fast alle Krebstiere, wobei diese aber keine Nauplienstadien durchlaufen müssen, sondern seit dem Schlupf voll entwickelte Krebstiere sind. Wenn sich ein Triops häutet, sieht das etwas krampfhaft aus. Er schwimmt dabei mehrmals etwas nach oben und windet sich dann sehr stark, indem er den Schwanz in alle Richtungen biegt und den Panzer aufstellt. Nach ca. 1 - 30 Minuten ist der Akt meistens erledigt und der Triops schlüpft aus seiner Alten Hülle, die dann neben ihm zu Boden fällt.

Triops sind Allesfresser, die Algen, ins Wasser fallende Insekten, Mückenlarven usw. fressen. Auch Regenwürmer werden gefressen. In ihrem Lebensraum, den temporären Gewässern, finden sie das reichlich. Wenn der große Regen im Frühling kommt und die Wiesen und die Erde überflutet sind schon die ersten Opfer gefangen und ertrinken: die Regenwürmer. Diese dienen später den Triops als Nahrung. Die Erde, die aufgespült und gewässert wurde enthält viele Nährstoffe, wo sich Kleinstlebewesen und Algen schnell vermehren und den frisch geschlüpften Nauplien als Erstnahrung dienen. In den nächsten Tagen kommen viele Insekten an das Gewässer, um Eier zu legen. Dabei bleiben oft Insekten an der Wasseroberfläche kleben und verenden, was den Triops dann auch wieder als Nahrung dient. Aus den gelegen Eiern der Insekten schlüpfen dann die Larven, wie z.B. die Mückenlarve. Die ist eine gute, eiweißreiche Beute für die Triops. Auch verendete Artgenossen werden gefressen. Mit diesem reichen Nahrungsangebot können die Urzeitkrebse so ein extrem schnelles Wachstum erreichen. Herrscht extreme Futterarmut werden sie sogar zu Kannibalen.

Heute leider immer seltener

Der bei uns heimische Triops cancriformis war früher sehr oft in Pfützen anzutreffen und keiner wusste, wie sie dort hinein kamen. Also dachte man, sie regnen vom Himmel hinab.

Leider ist unser Triops heutzutage sogar vom Aussterben bedroht, da immer mehr Flussläufe begradigt werden, und somit die Überschwemmungsgebiete trockengelegt werden. Auch werden unscheinbare Pfützen einfach von z.B. Bauern zugeschüttet, da diese nicht wissen, das dort ein Lebensraum für Triops existiert. Die Wiesen, die jährlich überschwemmen oder wo sich große Pfützen bilden, werden auch unwissentlich zu Feldern ausgebaut und der Lebensraum für Triops wird immer kleiner. Zudem werden durch die Düngemittel auf Feldern die Tümpel und Pfützen verseucht.


Quellen: Die Dinosaurier wurden von mir aus dem Buch "Dinosaurier Wie sie lebten - warum sie ausstarben" von Tim Gardom und Angela Milner,  und durch die Bassermann´sche Verlagsbuchhandlung, D-65527 Niederhausen/Ts. veröffentlicht, abfotografiert und von mir in ein von mir fotografiertes Bild eingefügt.

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