Triops lebten bereits vor 220 Millionen Jahren und sind damit die älteste noch lebende Tierart






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Allgemeine Haltung des Triops

Die Haltung von Triops ist im Allgemeinem ziemlich einfach.

Sie ist sowohl für Kinder aber natürlich auch für den ambitionierten Naturliebhaber des fortgeschrittenen Alters eine wahre Freude.
Man wird in der Lage sein, die wirklich ältesten und noch lebenden Bewohner der Erde vom Schlupf an zu beobachten.
Die Triops verfügen übrigens auch noch über eine der extremsten und schnellsten Wachstumsphasen im Tierreich. Es wird also auf keinen Fall langweilig diese Urzeittiere zu beobachten.

Mit etwas Glück und Geschick werden eure Triops geschlechtsreif und legen euch neue Eier in den Sand, den ihr nach einer Trockenphase wieder von neuem ansetzten könnt und alles beginnt von neuem.

Zu diesem Thema empfehle ich, auch die "Zuchttagebücher" zu lesen!


Kurzanleitung zur allgemeinen Triopshaltung:

(Ich werde hier allgemein über Triopshaltung berichten und nicht einzeln auf verschiedene Arten eingehen!)

Equipment/Ansätze besorgen

Wenn ihr euch entschieden habt, Triops zu euren Haustieren zu machen, bestellt ihr euch am besten ein preiswertes Komplettset mit allen notwendigen Utensilien für eine erfolgreiche Triopszucht. Falls ihr schon Aquarien oder kleinere Becken mit Aquarienzubehör besitzt, könnt ihr euch gutes Geld sparen.

Bewährtes Equipment für eine Triopszucht:

  • 12 Liter Aquarium
  • 1-2 Liter Aufzuchtbecken (AZB)
  • Beleuchtung (Aquarienbeleuchtung, oder auch eine Schreibtischlampe, hauptsache sie wärmt das AZB nicht auf!)
  • feiner Quarzsand für die Aquaristik (kein Vogelsand oder Chinchillasand!)
  • Membranluftpumpe mit Schlauch und Ausströmer für genügend Luftzufuhr (erst im großen Becken!)
  • evtl. Heizstab, je nach Triopsart
  • Wasserpflanzen (z.B. Wasserpest oder Mooskugeln)
  • Futter (Am Anfang: Staubfutter, Später: Gefrierfutter, normales Fischfutter)
  • Zubehör:Thermometer, Kescher

Ansatz aufbereiten

Sollte ein selbst geernteter Zuchtansatz verwendet werden, sollte er auf jeden Fall aufbereitet werden. Dazu muss der Sand zuerst extrem getrocknet werden und anschließend ca. 1 - 2 Wochen in einer dichten Plastiktüte in die Gefriertruhe. Der Ansatz ist nun jederzeit bereit, angesetzt zu werden. Anschließend kann man den Ansatz für unbestimmte Zeit (mindestens 30 Jahre) trocken lagern, ohne dass die Eier absterben oder an Qualität verlieren.

Hauptbecken in Betrieb nehmen

Bevor man Triops ansetzt, sollte das Hauptbecken eingerichtet und befüllt und die Technik installiert worden sein. (Dies ist nur notwenig wenn ein Haupt- und Zuchtbecken verwendet werden, wobei dies empfohlen wird.)

Hier erfahrt ihr, mit vielen Bildern erklärt, wie man das Hauptbecken installiert, einrichtet und einlaufen lässt:

"Hauptbecken installieren, einrichten und einlaufen"


Triops Ansetzen

Zum Ansetzen der Triops nimmt man sich nun das kleine Aufzuchtbecken (1 - 5l) und wäscht es gründlich mit heißem Leitungswasser ohne Putzmittel aus.
Jetzt schüttet man den Zuchtansatz (Eier sind zwischen dem Sand), oder je nach Bedarf nur die Hälfte, in das Aufzuchtbecken. Anschließend wird das Aufzuchtwasser (Destilliertes Wasser empfohlen!) darüber geschüttet. Das ganze hängt man nun in das evtl. beheizte Hauptbecken, somit hat man die passende Temperatur und hält diese relativ konstant.
Wichtig ist jetzt auch ein gute Beleuchtung, die ca. 12 Stunden täglich am Stück eingeschaltet sein sollte. Hierfür kann man auch z.B. eine Schreibtischlampe benutzen. Diese aber nicht zu nah an das Wasser stellen, um eine Überhitzung des Wassers durch die Lampe zu verhindern.

Jetzt heißt es erst einmal warten.

Hier erfahrt ihr, mit vielen Bildern erklärt, wie man das Aufzuchtbecken mit dem Triopsansatz ansetzt:

"Aufzuchtbecken mit Triopsansatz ansetzen"


Der Schlupf

Nach 22 - 48 Stunden (je nach Art, Temperatur, Wasser...) sollten die meisten Triopsnauplien geschlüpft sein. Es kann allerdings auch manchmal über eine Woche dauern!

Hier seht ihr mit Bildern beschrieben die " Nauplienstadien "

In den ersten 2 - 3 Tagen ist der Triops eigentlich noch gar kein Triops.
Er durchläuft erst 4 Nauplienstadien, in denen er sich immer weiter entwickelt, um anschließend ein echter Triops zu werden.
Diesen Nauplien sind sehr empfindlich und nicht einmal einen Millimeter groß.
Anfangs zucken sie nur auf der Stelle und später bewegen sie sich ruckartig durchs Becken.

Das erste Futter

Ab ca. 2 Tagen nach dem Schlupf (etwa dann, wenn die Triops die Nauplienstadien hinter sich haben und wie kleine Triops aussehen und sich ruckelfrei durch Becken bewegen) kann man beginnen langsam etwas Staubfutter zu verfüttern.

Dafür nimmt man am besten eine Einwegspritze aus dem Supermarkt, entfernt das Ende, füllt ein klein wenig Staubfutter (nur eine Zahnstocherspitze voll) hinein, setzt das Ende wieder auf und schiebt es bis ganz vorne, zieht bis zur Hälfte Wasser aus dem Aufzuchtbecken ein, hält einen Finger an die Spitze und schüttelt die Spritze. Nun kann man die den Spritzeninhalt tropfenweise ins Aufzuchtbecken füllen.

Beim Füttern gilt grundsätzlich eher weniger als zu viel. Im Zweifelsfall immer weniger füttern, da bei zu viel Futter das Wasser sehr schnell kippen kann.

Die ersten Tage, an denen gefüttert wird, darf nur ein mal pro Tag gefüttert werden (mit Algenpulver).

Wenn die Triops dann 1cm groß sind kann man 2 mal pro Tag füttern. Aber auch nur wenig.

Am besten ist es, 2 -3 mal täglich jeweils kleine Futtermengen zu füttern, wenn die Triops über 1,5 cm groß sind.
Füttert man nur einmal pro Tag, dann aber ziemlich viel, besteht die Gefahr, dass nicht alles gefressen werden kann und etwas davon vergammelt und verfault.

Hier findet ihr alle Informationen rund ums " Füttern "

Endlich ein Triops

Hier seht ihr die Anatomie des " fertig entwickelten Triops "

Nach diesen 2 - 3 Tagen, die sich der Triops in den Nauplienstadien befindet, wird aus dem fast schon hilflosen Tier ein echter ca. 3 - 4 mm großer Triops. Dieser bewegt sich geschickt und gleichmäßig durchs Wasser und besitzt jetzt die typische Triopsform.
Jetzt ist es an der Zeit fein geriebenes Futter (z.B. Staubfutter) den Triops anzubieten. Hierfür kann man z.B. einfach handelsübliches Flockenfutter für Fische kleinreiben.
Bei Bedarf könnte man, wenn die Triops ca. 0,8 mm groß sind, eine Luftpumpe mit Auströmerstein ins Becken einbringen, ist aber nicht zwingend notwendig.
Wenn die Triops größer als 6-7 mm sind, kann man kleine Krümel des Aufzuchtfutters benutzen. Ab ca. 1cm auch gefrorene oder getrocknete Wassertierchen wie Mückenlarven.

Ab 2 cm Größe kann man den Triops von gefriergetrockneten Mückenlarven über tiefgefrohrene Wasserflöhe bis zu Kraftfutterkügelchen alles reichen.

Zeit für den Umzug

Ab 2 - 2,5 cm Körpergröße sind die Triops bereit in ihr größeres Hauptbecken umzuziehen.
Dieses Becken sollte über einen Sandboden und einen Lufthebefilter verfügen.
Pflanzen wären auch nützlich und halten das Wasser etwas stabiler, da sie überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser ziehen. Hier empfiehlt sich die schnell wachsende Wasserpest.
Eine Beleuchtung ist je nach Triopsart und Sonneneinstrahlung zu verwenden. (Bei Triops cancriformis ist sie z.B. nicht notwenig, wenn das Becken etwas Sonnenlicht abbekommt.)
Das Umsetzen sollte ein paar tage vorher schon vorbereitet werde.
Hierfür füllt man ca. 1-2 Tage vor dem eigentlichen Umsetzten täglich ca. 1/4 - 2/4 des Aufzuchtbeckens mit Wasser aus dem Hauptbecken. Zuvor saugt man mit einem Schlauch etwas Wasser aus dem Aufzuchtbecken und saugt auch gleich den Mulm und Dreck vom Boden mit auf.
Nach dieser Vorbereitung füllt man dann am Tag der Umsetzung ca. halbstündig immer etwas Wasser vom Hauptbecken ins Aufzuchtbecken. Dies wir dann 3 bis 6 mal wiederholt und anschließend kann man die Triops mit einem Kescher oder Löffel ins Hauptbecken entlassen. Wenn die Wasserwerte im Hauptbecken dem im Aufzuchtbecken von der Härte her ähnlich sind, kann man das Ganze auch in ca. 2 Stunden machen. Hierfür nehmt ihr am besten ein Schälchen, was zunächst mit Wasser aus dem Aufzuchtbecken gefüllt ist und setzt dort die Triops hinein. Jetzt wird alle 20 - 30 Minuten etwas Wasser aus dem Hauptbecken hinein geschüttet. Nach 2 Stunden sind die Triops bereit für den Umzug.

Die Tage sind gezählt

Jetzt ist der Triops den ganzen Tag damit beschäftigt, zu fressen, zu wachsen und Eier zu legen. Die Geschlechtsreife erreichen sie nach ca. 8 - 14 Tagen.
Danach sind sie in der Lage täglich 60 - 200 Eier zu legen.

In ihrer Lebenszeit erreichen sie eine Länge von 5 bis zu 14 (was allerdings sehr selten vor kommt) cm. Sie erreichen damit ein Alter von ca. 6 - 14 Wochen.

Erbe speichern

Es ist zwar traurig, wenn die Triops, die man ja seit ihrer Geburt an kennt, ihr zeitliches segnen, allerdings haben sie sich ja zu 1000en geklont.
Die Eier sind im Sand verbuddelt uns sehr schwer zu erkennen.
Sind nun alle Triops gestorben, sollte man das Wasser ablassen und den Sand für ca. 3 - 6 Wochen lufttrocknen lassen. Jetzt sind die Eier bereit für eine Aufbereitung (luftdicht für ca. 2 Wochen in die Gefriertruhe) und man kann sie anschließend wieder ansetzen und alles beginnt wieder von vorne. Wenn man den getrockneten Sand in Plastiktüten gut verschließt, kann man die Eier in diesem Zustand bis zu 30 Jahre oder sogar länger lagern.

Für diejenigen, die auf möglichst hohen Ertrag bei der Eierernte setzten, empfehle ich, den Sand mit den Eiern regelmäßig zu entnehmen, wenn die Triops noch leben. Das kann man beginnen, wenn die Triops eine Größe von ca. 3 - 4 cm haben. Am besten eignen sich hierfür tiefe Löffel oder Kaffeelöffel. Alle 2 - 4 Tage kann man neu abernten. Das ist deshalb ratsam, da die gelegten Eier oft noch im Wasser der Eltern schlüpfen und das ca. 2 Wochen nach dem Ablegen oder früher. Die Triops legen übrigens die Eier meist an der gleichen Stelle ab. Man muss also des öfteren beobachten, wo die Triops buddeln und dann dort gezielt den Sand regelmäßig ( 1-2 mal in der Woche) entfernen.


Wichtig:

Trotz der relativ einfachen Haltung sollte man folgende Punkte einhalten können:

Regelmäßig füttern

Triops können ein Alter von 8 - 14 Wochen erreichen. Man sollte während dieser Zeit mindestens ein bis zwei mal täglich in der Lage sein die Triops zu füttern.

Regelmäßige Kontrolle

Triops haben aufgrund ihres kurzen aber intensiven Lebens einen sehr schnellen Stoffwechsel, was zur folge haben kann, dass das Wasser sich plötzlich rapide verschlechtert. Wenn das Wasser also anfängt trüb zu werde, zu stinken und Futterreste vergammeln, muss man einen Wasserwechsel durchführen.

Wenn diese beiden Punkte für euch einzuhalten sind, steht der Haltung und der Zucht der ältesten noch lebenden Tierart (fast) nichts mehr im Weg.

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